Sonstige Abgaben & Umlagen durch den Arbeitgeber

Zusätzlich zu den Beiträgen zur Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung und zur gesetzlichen Krankenversicherung muss der Arbeitgeber auch noch folgende Umlagezahlungen beachten. Nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz müssen 0,7 % in die Umlage 1 (zur Entgeltfortzahlung bei Krankheit) und 0,14 % in die Umlage 2 (für Aufwendungen bei Mutterschaft der Arbeitnehmerin oder bei einem Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft). Außerdem werden 0,15 % fällig, welche in die Umlage 3 (die sogenannte Insolvenzgeldumlage) gezahlt werden muss.

 

Durch das Umlageverfahren 1 soll verhindert werden, dass kleinere Unternehmen nicht finanziell überlastet werden. Daher gilt als Voraussetzung, dass das Unternehmen nicht mehr als dreißig Beschäftigte angestellt hat. Die Zahlungen in das Umlageverfahren 2 sind für alle Arbeitgeber hingegen zwingend erforderlich. Durch dieses Ausgleichsverfahren werden dem Unternehmen alle Aufwendungen, die es im Falle eines Mutterschutzes für ihre Mitarbeiterinnen aufbringen muss, erstattet. Das Unternehmen trifft zu Beginn des Jahres die Entscheidung, ob es für das gesamte Jahr am Umlageverfahren 1 teilnehmen möchte. Das Umlageverfahren 2 tritt automatisch ein.

 

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