Minijob-Zentrale

Die Minijob-Zentrale gehört zur Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Diese ist in ihrer Rechtsform eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Ihr Sitz ist in Bochum. Nach § 29 SGB IV besitzt die Minijob-Zentrale in Verbindung mit dem § 143 Abs. 1 SGB VI die Dienstherrenfähigkeit. (Dienstherrenfähigkeit bedeutet: die Fähigkeit einer juristischen Person des öffentlichen Rechts, Beamte zu beschäftigen. Normalerweise sind dies der Bund, die Länder und die Gemeinden, zusätzlich kann anderen juristischen Personen – wie in diesem Falle der Minijob-Zentrale – die Dienstherrenfähigkeit verliehen werden.)

 

Die Sitze der Minijob-Zentrale befinden sich in Essen, Cottbus und Gelsenkirchen. Entstanden ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See im Oktober 2005 aus den vorher getrennt arbeitenden Organisationen: der Bundesknappschaft, der Bahnversicherungsanstalt und der Seekasse. Die Bundesknappschaft war zuvor für die Verwaltung der Minijobs zuständig. Der Minijob-Zentrale werden alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse gemeldet. Darüber hinaus beraten die Mitarbeiter der Zentrale Arbeitgeber und Beschäftigte. Die Minijob-Zentrale nimmt nicht nur die Meldungen für einen Minijob entgegen, sondern zieht auch die Pauschalabgaben ein. Das heißt die Beiträge zur Krankenversicherung, zur Rentenversicherung sowie die steuerlichen Abgaben und Umlagen werden vom Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale abgeführt. Die Minijob-Zentrale entscheidet darüber, wann bei der geringfügigen Beschäftigung eine Versicherungspflicht eintritt. Sie prüft die Einhaltung der Grenzen für das Arbeitsentgelt. Werden die festgelegten Grenzen überschritten, entscheidet die Minijob-Zentrale über die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung usw. Stellt der Arbeitnehmer einen „Antrag zur Befreiung von der Versicherungspflicht in die gesetzliche Rentenversicherung“ muss der Arbeitgeber diesen Antrag an die Minijob-Zentrale weiterleiten. Diese hat dann die Möglichkeit, innerhalb von einem Monat der Meldung zu widersprechen. Geschieht dies nicht, gilt der Antrag als genehmigt. Ein entsprechender Bescheid wird nicht erstellt. Für den Arbeitgeber hat diese zentrale Stelle den Vorteil, dass er nicht wie in der früheren Zeit mehreren verschiedenen Stellen (Krankenkassen, Finanzamt) die geringfügigen Stellen melden musste und die Abgaben an unterschiedliche Einrichtungen abführen muss. Nach der Reform und der Zusammenlegung der Organisationen und somit das Vorhandensein eines einheitlichen Ansprechpartners ist der Verwaltungs- und Organisationsaufwand für den Arbeitgeber, der eine geringfügige Stelle anbietet, deutlich weniger geworden. Weitere Informationen erhalten Sie unter der direkten Website der Minijob-Zentrale unter der Internetadresse: www.minijob-zentrale.de. Dort sind auch alle ausführlichen Kontaktdaten hinterlegt. Hier kann auch der aktuelle Newsletter der Minijob-Zentrale angefordert werden, mit dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer aktuell über Änderungen und Neuerungen informiert werden. Unter dem Punkt Arbeitgeber-Service findet man Möglichkeiten einen aktuellen Kontoauszug ausdrucken zu lassen, verschiedene Merkblätter und Formulare sowie weitere Informationen zur Arbeitgeberversicherung.

 

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