Finanzamt & Steuern

Die Einnahmen, welche mit einem Minijob generiert werden, müssen beim Finanzamt angemeldet werden, sie sind nicht steuerfrei. Wie immer gibt es aber auch Ausnahmen: steuerfrei sind zum Beispiel Aufwandsentschädigungen aus Tätigkeiten als Pfleger von kranken, alten oder behinderten Personen, als Übungsleiter in einem Sportverein sowie als Erzieher, Betreuer oder ähnliches. Diese steuerfreien Aufwandsentschädigungen gelten bis zu einer Jahresgrenze von 2400 Euro. Tätigkeiten, welche auf Geheiß einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einem gemeinnützigen oder kirchlichem Unternehmen erfolgen, sind bis zu einer Höhe von 720 Euro im Kalenderjahr steuerfrei. Diese Freibeträge können monatlich oder einmalig pro Jahr geltend gemacht werden. Zu beachten ist, dass Zahlungen die darüber hinaus vom Arbeitgeber getätigt werden, als Arbeitsentgelt gerechnet werden. Die Besteuerung erfolgt entweder in einem pauschalen Abrechnungsverfahren oder richtet sich nach den Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers. Seit einiger Zeit wurden die bisherigen Lohnsteuerkarten in Papierform von den Lohnsteuerkarten in elektronischer Form abgelöst. Die Höhe der Abgaben ist je nach Steuerklasse unterschiedlich, hier fällt zum Beispiel keine Steuer an, wenn der Arbeitnehmer den Lohnsteuerklassen I, II, III oder IV zugeordnet ist. Das betrifft die Personengruppen der Alleinstehenden mit/ ohne Kind und die verheirateten Beschäftigten.

Bei der Besteuerung von geringfügig entlohnten Minijobs wird der pauschale Steuersatz in Höhe von 2 Prozent einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer vom Arbeitsentgelt erhoben. Für diese einheitliche Pauschsteuer gilt die Voraussetzung, dass der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer Rentenversicherungsbeiträge zahlt. Die einheitliche Pauschsteuer, ist gemeinsam mit den anderen Abgaben an die Minijob-Zentrale zu zahlen. Im Gegensatz dazu werden Minijobs, für die der Arbeitgeber keine Beiträge zur Rentenversicherung zahlt (zum Beispiel wenn der Minijob zusätzlich als Zweitjob zu einer sozialversicherungspflichtigen Stelle ausgeübt wird) mit einer pauschalen Lohnsteuer in Höhe von 20 Prozent besteuert. Anders als die einheitliche Pauschsteuer ist diese Abgabe an das Finanzamt des Betriebes abzuführen. Bei kurzfristigen Minijobs kann der Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen eine pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent erheben. Dieses wird ebenfalls nicht an die Minijob-Zentrale, sondern an das zuständige Finanzamt des Unternehmens abgeführt.

 

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