Anmeldeverfahren durch den gewerblichen Arbeitgeber

Nach Prüfung durch den Arbeitgeber, ob ein geringfügig entlohnter Minijob oder ein kurzfristiger Minijob vorliegt, erfolgt die Meldung an die Minijob-Zentrale. Jedes Unternehmen benötigt für die Meldung eine Betriebsnummer. Diese ist achtstellig und wird von der Bundesagentur für Arbeit zugewiesen. (Dafür wurde speziell der Betriebsnummern-Service eingerichtet.)

 

Die Meldung zum Minijob und zusätzlich dazu die Beitragsnachweise werden mit einem zugelassenen und geprüften Programm an die Minijob-Zentrale und die zuständige Krankenkasse geschickt. Hierfür gibt es eine von den Krankenkassen entwickelte kostenlose Software. Eine Meldung des Minijobs in Papierform ist nicht mehr zulässig. Das Programm ermöglicht den Arbeitgebern ein einfaches Erstellen der Anmeldungen und hilft bei der unkomplizierten Übermittlung an die zuständigen Stellen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf den Seiten der ITSG – Informationstechnischen Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung. Die vollständigen Daten des Arbeitnehmers werden am besten von Dokumenten wie dem Personalausweis entnommen, um die Richtigkeit zu garantieren. Als gesetzliche Grundlage für die Meldungen gilt die Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung (DEÜV). Ebenso wie für die Anmeldungen des Minijobs, gilt das Gleiche für Abmeldungen, Änderungsmeldungen oder einer Meldung im Falle einer Insolvenz des Unternehmens. Weiterhin meldet der Arbeitgeber die Beschäftigung an eine gesetzliche Unfallversicherung. Diese versichert den Arbeitnehmer im Falle eines Arbeitsunfalls oder bei beruflich bedingten Krankheiten. Diese Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung ist immer notwendig und hat nichts mit der privaten Unfallversicherung des Arbeitnehmers zu tun. Für die erstmalige Anmeldung eines Minijobbers werden nach Zuteilung der Betriebsnummer (diese ist circa drei Tage nach Beantragung den Sozialversicherungsträgern bekannt) im Personalfragebogen die notwendigen Angaben zum Minijob abgefragt. Nach erfolgter Anmeldung des Minijobs erhält der Arbeitgeber alle relevanten Hinweise und Informationen zur Beitragszahlung. Ebenfalls wichtig für die Anmeldung ist ein neunstelliger Tätigkeitsschlüssel (TS 2010).

Weitere Informationen zur Vergabe und Zuweisung dieser Nummern finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit. Zusätzliche zur Meldung an die Minijob-Zentrale haben eine besondere Pflicht zur Sofortmeldung an die Datenstelle der Rentenversicherung (DSRV): Betriebe, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine illegale Beschäftigung sowie Schwarzarbeit besteht. Darunter zählen unter anderem Gastronomiebetriebe und das Baugewerbe. Erkennbar sind diese Betriebe ebenfalls daran, dass während der Ausführung der Arbeit der Sozialversicherungsausweis mitzuführen ist. Weitere Informationen hierzu hält die Internetseite der Deutschen Rentenversicherung bereit. Werden Arbeitsentgelte geändert und müssen korrigiert werden, dann muss immer die gesamte Meldung zum Minijob storniert werden. In Bezug auf kurzfristige Minijobs erfolgt die gleiche Anmeldung wie bei den geringfügig entlohnten Beschäftigten. Hier besteht der Unterschied, dass die Informationen zum Arbeitsentgelt lediglich im Datenbereich zur Unfallversicherung einzutragen sind. Eine umfangreiche Hilfe zur Anmeldung und einen Rechner, welcher die Höhe der pauschalen Abgaben vorab berechnet, findet der Arbeitgeber auf der Seite der Minijob-Zentrale.


 

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