Minijob für Hausfrauen und Mütter

Auf die Personengruppe der Frauen entfallen rund zwei Drittel der gesamten geringfügig Beschäftigten in einem Minijob. Kennzeichnend ist, dass viele Frauen einen oder mehrere Minijobs als Haupterwerb ausüben. Da verheiratete Frauen zumeist in einer beitragsfreien Mitversicherung im Rahmen der Krankenversicherung und in Bezug auf die Rente durch den Ehepartner abgesichert sind (vorausgesetzt die Ehepartner sind in einem voll sozialversicherungspflichtigem Arbeitsverhältnis beschäftigt), fällt die Entscheidung zum Einstieg in einen Minijob relativ leicht.

 

Im Bereich der Minijobs für Hausfrauen & Mütter wird oft der Nachteil erwähnt, dass je länger einem Minijob nachgegangen wird, der Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung immer unwahrscheinlicher wird. Viele verheiratete Frauen sind statistisch betrachtet über mehrere Jahre in einem Minijob beschäftigt. Nur ein eher geringer Teil der befragten Frauen, nämlich 14 Prozent haben ihren Minijob im Laufe der Jahre in eine Vollzeitstelle und circa 20 Prozent in eine Teilzeitstelle umwandeln können. Allgemein betrachtet sind mehr als 80 Prozent der Frauen, die einen Minijob ausüben, verheiratet und nutzen den Minijob als Möglichkeit das Familieneinkommen aufzubessern. Als Vorteile sind zu nennen: die Flexibilität durch die wenigen Wochenstunden und damit die Gelegenheit Kinderbetreuung, Haushalt und Minijob gleichzeitig zu bewältigen und die meist variablen Arbeitszeiten, die eine unkomplizierte Tagesgestaltung ermöglichen. Problematisch hingegen wird gesehen, dass mit einem Minijob keine Pflicht für die Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen verbunden ist, sodass dadurch die weibliche Altersarmut verstärkt wird. Darauf hat die Politik reagiert und bietet nun die Möglichkeit von rentenversicherten Minijobs an. Frauen, die einen Minijob aufnehmen möchten, sollten daher genau überlegen, wie und in welcher Form sie in diese Art von Arbeitsverhältnis treten wollen, um zukünftige Nachteile zu vermeiden. Zusammenfassend ist also zu bemerken, dass für Hausfrauen/-männer eine Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung ebenfalls interessant ist, um mit den eingezahlten Beiträgen in die Sozialversicherungen für die eigene Absicherung zu sorgen.

 

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