Kurzfristige Beschäftigungen / Minijobs

Der kurzfristigen Beschäftigung bzw. dem kurzfristigen Minijob wird laut den aktuellen statistischen Kennzahlen eine eher geringe Bedeutung im Vergleich mit den geringfügig entlohnten Beschäftigungen zugewiesen. Nur drei Prozent aller geringfügig Beschäftigten arbeiten in einem kurzfristigen Minijob. Auch wenn kurzfristige Minijobs relativ selten sind, möchten wir an dieser Stelle kurz weiter auf dieses Thema eingehen.

 

Die Personengruppe, welche am häufigsten einen kurzfristigen Minijob aufnimmt, ist die der Schüler und Schülerinnen. Jährlich wird eine Zunahme der Anzahl der Beschäftigten mit einem kurzfristigen Minijob in den Ferienzeiten beobachtet. Bedingt durch die schulfreie Zeit, sind kurzfristige Minijobs ein ideales Mittel, um das Taschengeld aufzubessern und so die Ferienzeit sinnvoll zu nutzen. Denn mit einem kurzfristigen Minijob, den die Schüler und Schülerinnen noch während ihrer Schulzeit ergreifen, werden sie gut auf das bevorstehende Berufsleben vorbereitet und können auf diese Art bereits in einem zukünftig gewünschten Beruf Erfahrungen sammeln. Ein kurzfristiger Minijob liegt dann vor, wenn der Minijob auf maximal 2 Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt ist und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Dazu zählen zum Beispiel Saisonarbeitsverträge. Als gesetzliche Grundlage dient hierfür der § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV. Berufsmäßig ausgeübt bedeutet: der kurzfristige Minijob ist für den Arbeitnehmer von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung und wird nur gelegentlich ausgeübt. Das gilt auch für Schüler und Studenten oder wenn ein Minijob kurzfristig neben einer selbständigen Tätigkeit aufgenommen wird. Wird die Beschäftigung in einem Dauerarbeitsverhältnis durchgeführt oder in ein regelmäßig wiederkehrendes Arbeitsverhältnis umgewandelt, liegen die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob nicht mehr vor. An dieser Stelle wäre zu prüfen, in wie weit ein geringfügig entlohnter Minijob vorliegt. Für den Minijob mit einer Dauer von maximal zwei Monaten wird zugrunde gelegt, dass die Beschäftigung mindestens fünf Tage pro Woche verübt wird. Arbeitet der Arbeitnehmer weniger als fünf Tage pro Woche, tritt die Regelung bezüglich der 50 Arbeitstage in Kraft. Für den kurzfristigen Minijob gilt, dass grundsätzlich keine Sozialabgaben zu leisten sind. Der Arbeitgeber muss aber trotzdem die Umlagen U1, U2 sowie die Insolvenzgeldumlage für dieses Beschäftigungsverhältnis abführen. Die Insolvenzgeldumlage wird ebenso wie die anderen Beiträge von der Minijob-Zentrale eingezogen. Ihre derzeitige Höhe beträgt 0,15 Prozent des Arbeitsentgeltes. Es besteht eine generelle Zahlungspflicht für den Arbeitgeber, sobald er Arbeitnehmer im Inland beschäftigt (Ausnahme: Bund, Länder, Gemeinden, Einrichtungen und juristische Personen des öffentlichen Rechts, private Haushalte und weitere). Die Insolvenzgeldumlage dient dazu, im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers, die Beschäftigten für maximal drei Monate abzusichern.

 

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